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Comitato d'onore:

Michele Valensise,
Botschafter der Republik Italien, Berlin

Michael Steiner,
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Rom

Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg,
Präsident Akademie der Wissenschaften, Heidelberg

Gräfin Caroline Emo, Fanzolo
Graf Vittor Luigi und Gräfin Wilma Braga Rosa, Vicenza

 „Europäische Jugendwerkstatt zur venezianischen Musikpraxis im 17./18. Jahrhundert“

Das Junge Musikpodium Dresden-Venedig pflegt ein musikalisches Erbe, das in dieser Form in Europa einmalig ist. Es ermöglicht Jugendlichen aus Sachsen und angrenzenden osteuropäischen Kulturregionen, gemeinsam mit Altersgenossen aus Venedig, Treviso, Castelfranco Veneto, Bozen, Vilnius und Prag, die Jahrhunderte alten musikalischen Verbindungen zwischen Dresden und Venedig phantasievoll neu zu betrachten.

Venedig war im 17. und 18. Jahrhundert der bedeutendste Motor aller musikalischen Entwicklungen in Europa. An keinem anderen Ort konnte sich über alle politischen und konfessionellen Differenzen hinweg ein vergleichbar fruchtbarer Austausch künstlerischer und ästhetischer Ideen entfalten. Musikliebhaber aus ganz Europa pilgerten in die Lagunenstadt, um sich über die neuesten Stile und Richtungen zu informieren – Dresden zählte durch die Italienliebe des jungen sächsischen Kurfürsten neben Wien und London zu den wichtigsten Metropolen italienischer Musik außerhalb Italiens. Tonkünstler aus Italien suchten in Sachsen regelmäßig Stellung und Ansehen – sächsische Elitemusiker der Hofkapelle hielten sich in Italien auf,
um sich auf fürstlichem Geheiß künstlerisch zu informieren. Aber auch andere Fürstenhöfe in Deutschland und Europa waren von italienischer Musik und Kultur fasziniert und verpflichteten italienische Virtuosen, um die typische Klangfarbe an ihre Residenzen zu bringen.

Auf Einladung des Jungen Musikpodiums versammeln sich einmal jährlich im September Schüler des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Dresden in einer einwöchigen „Barock-Werkstatt“ in Italien, um sich gemeinsam mit Altersgenossen von Partnergymnasien in Italien, Litauen und Prag gemeinsam mit ihren Mentoren, weltweit führenden italienischen Virtuosen, <an der Quelle> unbeschwert und losgelöst in der Kunst des Musizierens zu üben, und sich vom Genius loci beseelen zu lassen. Dabei lebt keine Musik so von der Leichtigkeit wie die des venezianischen Barock von Vivaldi und Zeitgenossen – sie muss gestaltet werden, um zu glänzen, erfordert Spontanität, Kreativität, Lust an der Improvisation und Interpretation, Spielfreude und Risikobereitschaft. Ein künstlerisches und pädagogisches Konzept, das in seiner Umsetzung hervorragende Resultate zeigt.

Als Spiel- und Unterrichtsstätten dienen dabei zwei der schönsten Bauwerke von Andrea Palladio, die prachtvolle Villa Emo in Fanzolo bei Treviso sowie der in Vicenza gelegene, in Privatbesitz befindliche Palazzo Valmarana Braga. Einladungen zu öffentlichen Probekonzerten in Venedig, Modena, Castelfranco Veneto, Vicenza sind internationale Podien, die für die künstlerische Berufspraxis der jungen Musiker eine unverzichtbare Erfahrung sind. Die inspirierenden Arbeitsbedingungen in Italien sind für alle Jugendlichen eine stimulierende Erfahrung, bei der Sprachbarrieren keine Rolle mehr spielen.
 
Diese in Europa einzigartige Partnerschaft soll weiter wachsen. 2008 werden erstmals auch Schüler aus Frankreich und Ungarn eingeladen.

Die Wiederholung der Italienbegegnung in Dresden zwei Monate später mit einem festlichen Konzert auf Schloss Albrechtsberg unterstreicht das Interesse und die kulturelle Bedeutung, die diesem europäischen Jugendvorhaben auch in der Musikmetropole Dresden beigemessen wird.


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