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VENETIEN | DIE GASTGEBER

Entdecken Sie mit dem JMP Venetien
Es gibt viele gute Gründe, ins italienische Veneto zu fahren - eine außergewöhnliche Region, in der sich Kunst und Geschichte, jahrhunderte alte Traditionen, Natur und Lebensfreude aufs harmonischste miteinander verbinden.

Zwischen Treviso und Vicenza wird das Veneto durch ein Höchstmaß an Kunst, durch Ruinen und Schlösser, Herrensitze und Villen zu einer idealen Landschaft. Mit Fresken geschmückte Kirchen, Klöster und Häuserfassaden, herrschaftliche Plätze, idyllische Kanäle, prunkvolle Paläste, Villen und reiche Museen sind elegante, unsterblich gewordene Symbole vergangener Jahrhunderte und Schätze von unermeßlichem Wert.

Das Veneto hat alles, was man sich für ein verlängertes Wochenende wünscht: Die malerischen Städtchen sind voller Leben und ein Paradies für Feinschmecker und Weinkenner. Gemütliche Osterien, Trattorien und elegante Restaurants laden den hungrigen Reisenden zum Verweilen ein - und in den Bars unter den Arkaden der alten Städte pflegt man eine ausgeprägte Aperitiv- und Digestifkultur. Legen Sie sich ein freundliches "Salute" auf die Lippen und nehmen Sie Teil an dieser Lebensart! In Bassano z. B. wird seit dem 18. Jahrhundert der Klare gebraut, den wir "Grappa" und die Italiener Acquavite - Lebenswasser - nennen. Grappa nennen die Bassaner nur den Berg, der dem Ort das Panorama gibt, das so schön ist, daß man gleich einmal mehr das Glas heben möchte...

ENIT: Gemeinden, Regionen und Provinzen in Italien - VENETO


La Villa Veneta - Die Gastgeber
Durch das in den letzten Jahrzehnten wiedererwachte Interesse an Andrea Palladio, einem der bedeutendsten und über Jahrhunderte hinweg sicherlich stilprägendsten Baumeister der Spätrenaissance, gerieten die Villen Venetiens zunehmend ins Blickfeld einer interessierten Öffentlichkeit.

Die "Villeggiatura" des Veneto, das Leben in der Villa, wurde in keiner anderen Landschaft Italiens zu solch einem ausgesprochenen Massenphänomen, das die gesamte besitzende Schicht jener Zeit erfasste. Wie nirgendwo sonst in Europa fand hier der alte städtische Traum vom Leben in der Natur eine derart ausgeprägte kultivierte Form. Annähernd 3.500 Villen zeugen noch heute von der künstlerischen Originalität und der Extravaganz jener Epoche. Nicht wenige dieser prachtvollen Bauwerke sind jedoch dem Verfall preisgegeben oder wurden durch architektonische Veränderungen entstellt.

Der Beginn des 15. Jahrhunderts - nach dem Anschluß von Vicenza, Padua und Verona an Venedig - kann dabei als Ausgangspunkt des Begriffs "Villa veneta" bezeichnet werden. Die Villen wurden in den vierhundert Jahren errichtet, während der sich die mächtige Inselrepublik Venedig aufs Festland ausgedehnt, ihr Hinterland, "Terraferma" genannt, unterworfen hatte und die reichen venezianischen Patrizierfamilien dort große Ländereien aufkauften.

Berühmte Baumeister jener Zeit, allen voran Andrea Palladio, Jacopo Sansovino, Andrea della Valle und andere interpretierten die Bedürfnisse und Träume der herrschenden Klasse, in dem sie den Ruhm und das Ansehen ihrer Auftraggeber in ihren Bauwerken ausdrückten. Die Verwirklichung dieser Ideale hat Venetien zu einem Kulturraum ohnegleichen gemacht.

Die um 1560 im Auftrag des venezianischen Patriziers Lunardo Emo von Andrea Palladio erbaute Villa Emo – Spiel- und Studienstätte des Jungen Musikpodiums – zählt unter Palladios Villen zu den größten und beeindruckendsten.

Die Villa, in einer weiten Ebene bei Castelfranco gelegen, wurde nicht als herrschaftliches Landhaus für die Sommerfrische konzipiert, sondern als großes, landwirtschaftliches Gut. Sie legt nicht nur Zeugnis ab von einem außergewöhnlichen architektonischen Meisterwerk, sondern verkörpert gleichfalls die Begegnung zweier Kulturen.

In Villa Emo treffen sich das Genie Andrea Palladios, eines der größten Architekten unserer Geschichte, mit einigen charakteristischen Merkmalen der venetischen Kultur. Hierbei entstand die perfekte Symbiose eines großen Kunstwerks mit dem Leben und der Geschichte von Menschen und ihren Aufgaben: Die herrschenden Patrizier mit ihrer Vorstellung von Repräsentation, landwirtschaftlichem Besitz und seiner Verwaltung sowie die bäuerliche Bevölkerung, die den Besitz und das Land bewirtschafteten.

Die Wandmalereien im einzigartigen «Piano Nobile», dem der Repräsentation vorbehaltenen zentralen Baukörper der Villa, stammen von Giambattista Zelotti aus der Werkstatt von Paolo Veronese - beide Künstler verband eine enge Zusammenarbeit mit Andrea Palladio.
 
Eine weitere außergewöhnliche Spielstätte des Jungen Musikpodiums liegt im Herzen von Vicenza: Der Palazzo Valmarana Braga wurde 1566 von dem Patrizier Giovanni Alvise Valmarana bei Andrea Palladio in Auftrag gegeben. Die Übernahme dieses Auftrages durch Andrea Palladio resultierte aus einer Verpflichtung gegenüber seinem Auftraggeber. Alvise Valmarana hatte als Mitglied des Rates der Stadt Andrea Palladio unterstützt, den Zuschlag zum Bau der berühmten Loggie der Basilika zu erhalten. Palazzo Valmarana Braga ist eines der wenigen Bauwerke Andrea Palladios, die sich noch in Privatbesitz befinden.

Die Eigentümer öffnen ihr Anwesen einmal jährlich im September, um das Junge Musikpodium zu einem festlichen Konzert einzuladen.

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